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30 Jahre COCKNEY REJECTS

Die Circus Tavern in Purfleet. Dart Freunde kennen das Teil vielleicht als Austragungsstätte verschiedener Turniere. Doch heute sollten hier die Cockney Rejects ihr 30 jähriges Jubiläumskonzert spielen! Für mich die Fußball KULT Band schlechthin!

Der Saal selber war mit schicken Teppich Boden und zwei großen Tresen versehen. Die 3,20 Pfund für nen Bier bewegten sich aber ganz schön an der Schmerzgrenze. Das Publikum war herrlich: haufen alte Fußballtypen im feinem Zwirn, genau wie ihre Ladies. Wahrscheinlich waren die alle mit ihren Ehefrauen vorher vornehm Essen und dann, als Erinnerung an ihre wilden Fußballtage, zu den Rejects. Obwohl einige von denen auch heut noch ne gute Kelle hauen würden. Die aktive Generation war aber auch gut vertreten. Zudem natürlich auch viele Skins, Punkrocker und lustige West Ham Fans.
Die erste Band des Abends waren "The Warriors". Ursprünglich mal aus den Resten der kultigen "Last Resort" hervorgegangen, starteten sie auch gleich mit einer Coverversion von selbigen: "Working Class Kids" und später noch "Johnny Barden"....man merkte aber jetzt schon, das alle nur wegen dem Hauptact da waren. Vor der Bühne war null los!

The Warriors

Ein wenig anders sah dies schon bei den East End Badoes aus...wie der Name schon sagt, haben sich die Jungs den Geist des Londoner East End zur Philosophie gemacht. "Forever Proud", "Different Breed" oder "Stereotype Hooligan Me" heißen dann die Songs die sich auch gut ins Ohr fräsen. Etliche Klangproben findet ihr unter "Songs" auf ihrer Homepage www.eastendbadoes.co.uk. Ihr Sänger sprang auch recht anheizend und quickfidel über die Bühne und der schnell gespielte Punkrock wusste nun auch die ersten Gestalten vor die Bühne zu locken. Aber immer noch recht verhalten!

East End Badoes

East End Badoes

Nun war Rock Opa Franky Flame an der Reihe. Über 60 Jahre ist der gute Mann, was ihn aber nicht davon abhält mit seiner Band "Superyob" dem Affen noch ordentlich Zucker zu geben. Allein der Song "Sweet FA" ist mega....drückt er doch vieles von dem aus, was wahre Fußballfans, in Zeiten der totalen kommerziellen Ausschlachtung unseres Sports, empfinden. Song & Text gibts unter www.myspace.com/superyobsweetfa. Ruhig mal anhören und durchlesen!

Superyob

Bad Men!

Doch alles nur Vorgeplänkel. Die Bühne nochmal schnell umgebaut, im Saal erklang auch schon "I'm forever blowing bubbles", Gänzehaut und da waren sie! Gerade als ich das Licht der Welt erblickte, tobten die Brüder Jeff und Mick schon als junge Teenager auf den Bühnen kleiner, verrauchter Clubs herum: The Cockney Rejects....30 years and still rocking! Here we go! Los ging`s mit "The Greatest Cockney Rip Off" und schon stand die Bude mit Birne nach unten! Das riesige Netz mit Dutzenden Luftballons in den West Ham Farben war sicher für das große Finale gedacht...doch das verabschiedete sich schon nach dem dritten oder vierten Song.

The Cockney Rejects - Sänger Stinky Turner

Mister Tony Van Frater am Bass

Pure Passion!

Von den Neukompositionen der letzten Jahre ließen sie zum Glück gleich die Finger und brachten einen Klassiker nach dem anderen: "I'm Not a Fool", "East End", "Flares 'N' Slippers", "Police Car".....bei "Bad Man!" drehte der Tanz Mob völlig frei und die Security hatte alle Hände voll zu tun die ca. 1m hohe Absperrung vor der Bühne vorm Kollaps zu bewahren! Frontmann Stinky Turner hat ebenfalls null an Energie verloren...verbale Seitenhiebe und das allseits beliebte "Chim chimeny, chim chimeny, chim chim charoo, we are those bastards in Claret and Blue" gabs frei Haus. Zu den Fußballhymnen "We are the Firm", "West Side Boys", "War on the Terraces" oder der Rockversion von "I'm forever blowing bubbles" lag sich jung und alt in den Armen und gaben Kehlengummi! Es war einfach beeindruckend. Auf Stage Leute die Punkrockgeschichte geschrieben haben, auf der Tanzfläche Leute die Fankulturgeschichte geschrieben haben. Ganz einfach!

Jeff Turner in seinem Element

West Side Boys

Oi Oi Oi

Nach einer Mini Pause kamen sie unter lauten "we want more" Gesängen selbstverständlich zurück und beglückten uns nochmal u.a. mit "Oi, Oi, Oi" oder "Join the Rejects"...."Do you remember 1977, Daddy of the gang said, that you'll go to heaven, every word a lie and none the truth, so here's a message for todays youth: Join the Rejects and get yourself killed"....jaaaaaaaaaaawollll! Dann war aber endgültig Schluß...natürlich viel zu schnell! HAMMERKONZERT!!! Sammeln, runterkommen, eine rauchen, nen Bier....und sich langsam mal kümmern wie man nach Hause kommt. Denn gegen 1 Uhr war nix mehr mit Bahn. Dieses Unterfangen blieb auch an mir hängen, denn Person T. hatte es reichlich erlebt. Sein Satz "Von dem Bier kann man ja gar ne besoffen werden" entpuppte sich als klassisches Eigentor! Na warum auch nicht!? Dank eines alten West Ham Typen ergatterten wir dann doch noch nen Taxi, was uns für 15 Pfund pro Nase zu unserer Behausung fuhr. Person T. kotze zum Abschluss noch den Bürgersteig vor und das Klo in der Pension voll.....dann konnten wir zufrieden einschlafen!


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