Nationalmannschaft
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Ungarn : Deutschland (0:3) am 29.05.2010

Freundschaftsspiel in Budapest

„Martin, halt doch jetzt mal dein Maul“ – so hieß es mehrmals auf unserer sehr gelungen Fahrt über 3 Tage nach Budapest. Freitag war Start. Unser Fahrer, der aus dem weit angereisten Raum Riesa - Großenhain heranraste, ließ sich nicht lumpen und war doch relativ pünktlich am Treffpunkt erschienen. So stiegen wir in Chemnitz mit ordentlich gefülltem Gepäck zu. Nachdem wir mittlerweile CZ erreichten, fragte doch einer der Mitreisenden: „Sag mal hast du überhaupt CDs mit?“ Die Antwort lautete relativ ernüchternd „Ja“, aber diese erschienen uns bis auf eine relativ uninteressant. So kam es zu einem kurzen Halt in „Klein Vietnam“. Dabei durchliefen viele, hier zensierte, Kaufabsichtsideen unser Gehirn. Am Ende hieß es AC/DC – Black Ice…natürlich garantiert Original! Nachdem dieses Problem gelöst war, stand einer unproblematischen Weiterfahrt nichts mehr im Wege. Kaffee aus Porzellantassen, gekühltes Bier im Dosenformat, Brötchen mit Belag und dröhnende Rhythmen von Helge Schneider und Rainald Grebe versüßten deutlichst unseren Trip.
In Prag erwartete uns ein Stau von ungefähr einer dreiviertel Stunde, aber sonst kamen wir sehr gut durch. Als wir gegen 20 Uhr Budapest erreichten, erklang es aus der Musikbox rabaukenmäßig „Deutschland, ja das ist unser Vaterland ohoo...“. Nach ca. 8 Stunden Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht und die Ungarn Fünf Deutsche mehr in ihrer Hauptstadt! Unser Quartier war göttlich. Badewanne, Küche, Stube, Schlafzimmer plus Balkon haben wir für einen doch sportlichen Preis erhalten. Nachdem wir alles erledigten hatten, erforschten wir die Stadt. Köstliches Essen und Trinken – vor allem dann doch das Trinken - erwartete uns. Man könnte ja behaupten, durch das exzessive
Zutanken wollten wir den Mädels sprichwörtlich an die Wäsche. Also blieb uns nur der Gang in eine Striptease Bar. Leider ließen wir unser Gehirn ausschalten und das Denken übernahm unser kleiner Freund, so dass wir einen großen Hauptpunkt übersehen hatten. Jeder Gast mußte für mindestens 10000 Forint saufen. Als es ans Zahlen ging, verlangte das Stück Scheiße doch glatt 300 € für alle zusammen. Uns blieb angesichts dieser unfreundliche Art mit Touristen umzugehen nur eine Möglichkeit offen: Zollfreier Einkauf. Wir besuchten noch eine Disko, welche zu unserem Stammschuppen für die 2 Nächte werden sollte und gingen in die nächste Runde. Als nichts mehr reinpasste mussten wir bloß 100 Meter weiter in unser Hotel, wo man noch ein wenig auf dem Balkon posierte. Ich sag bloß „ Fanclub Nationalmannschaft“.

Spieltagzeit stand an und wir wachten doch erfreulicher Weise ganz ohne Kater auf. Wir suchten uns dann erstmal etwas zu Speisen, weil ganz ohne feste Nahrung geht es dann doch nicht. Als wir in Ruhe unsere Mägen füllten, kamen uns etliche Deutsche entgegen, die uns über den Kartenkauf für das Spiel hilfreiche Infos gaben….denn Eintrittsberechtigungen hatten wir ja auch noch nicht!
Schönes Wetter, kaltes Bier und eng bekleidete Mädchen….was will man mehr. In der altertümlichen Innenstadt, trafen wir viele Gleichgesinnte und beschlossen auch kurzer Hand im Stadtbrunnen baden zu gehen.
Nach der öffentlichen äußeren Abkühlung beschlossen wir bzw. Ich, aufgrund einer Wette, ein Maß Bier auf Ex in mich zu transportieren. Wette gewonnen und damit auch was zur inneren Abkühlung beigetragen…wegen Gleichgewicht und so! In der Hinsicht noch mal vielen Dank an „Detektiv Hundeschnauze“, der uns einige Male mit seinen Geschichtszügen zum Lachen brachte. Wir machten uns denne, gemeinsam mit diversen Deutschlandfans auf den Weg zum Stadion. Dort trafen wir einmal mehr bekannte Gesichter. Stimmung im Stadion war im Deutschen Block doch sehr gut. Diverse Versuche von der ungarischen Seite wurden einfach mit dem Hinweis auf eine gewisse mobile ethnische Minderheit übertönt.
Der Spielverlauf selber gehörte nicht grad zum Prädikat „Topspiel“, trotzdem gewannen wir, wie erwartet, 3:0. Ebenso konnte man wieder einmal feststellen, dass die einheimischen Polizisten bei der Ausbildung noch nie was von „ Als erstes zählt immer das Wort“ gehört hatten, so dass es doch den einen oder anderen Fausthieb in Richtung Auswärtsanhang gab. Nach dem Spiel verloren wir uns ein wenig aus den Augen, so dass ich mich mit Fans aus dem Westdeutschen Bereich zufrieden stellen musste. Auch mal sehr interessant zu sehen, dass diese noch nie was von Ostdeutschen Trinkverhalten gehört haben. Ich nahm ein paar dieser diversen Landsleute mit zum Treffpunkt „Strip Bar“. Wo man erneut beschloss „billig“ zu trinken. Einzig Schade war, hätten wir vorher gewusst wie leicht sich dieses Unterfangen darstellte, hätten wir mehr getrunken…haha! Wir wurden sozusagen immer fast genötigt mit sofortiger Wirkung die Bar zu verlassen. Natürlich sollte auch ein Besuch in unserer „Stammdisko“ nicht fehlen. Auf dem Weg dorthin, kam uns eine betrunkene, hübsche Blondine entgegen. Diese nahm man gleich zur Inspektion mit. Aber komischer Weise wollte sie nicht so richtig. Auf jeden Fall hatte das Teil nen schönen Blasemund und einen
fülligen Popo. Sie sagte mehrmals:„Not my Ass“. Ich verstand natürlich nur:„Yes, my Ass“. Naja! In der Disko angekommen verliebten wir uns zum zweiten Male innerhalb weniger Minuten…und zwar in das Tresenmädchen. Wir sangen nicht nur einmal „ I Will Follow You“. Schade dass Sie kein Deutsch verstand. Wir wollten ja eh nur dass eine…..REDEN! Nachdem uns schlussendlich das Bier und der Schnaps zum Halse raus hingen und wir auch nicht mehr konnten, beschlossen wir ins Hotel zu gehen. Dort haben wir auf dem Balkon noch mal standesgerecht unsere Heimat vertreten. Nicht jeder konnte dies Nachvollziehen….haha!

Am Sonntag fuhren wir gemütlich zurück. Nur einer tanzte wieder mal aus der Reihe…Martin…..er musste mit sofortiger Wirkung den vordersten Platz verlassen. Diese Zwangsmaßnahme hielt ihm aber auch nicht zurück seine Späße fortzuführen. Genial dieser Martin.

In dieser Hinsicht noch mal vielen Dank an die Autobesatzung. Es war eine echt gelungene Reise, die mit jeder Menge Spaß völlig gelungen war. Bis zum nächsten Chaotischen Ausflug!

Sport Frei!
M.






Dänemark : Deutschland (2:2) am 11.08.2010
Russland : Deutschland (0:1) am 10.10.2009