Chemnitz
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FSV Zwickau : Chemnitzer FC (0:2)

Sachsenpokal Achtelfinale - Saison 2010/2011
Westsachsenstadion, Zwickau
Zuschauer: 3212 (davon ca. 1000 aus Chemnitz)


Nachdem man die Spiele in Havelse und Berlin aus gesundheitlichen bzw. arbeitstechnischen Gründen nicht besuchen konnte, ging es mal wieder nach Zwigge. Sachsenpokal Achtelfinale. Gegen 10 trafen wir uns in einer lokalen Wirtschaft um den Tag standesgemäß zu beginnen. Nach der leckeren Morgenverköstigung gemütlich zum Bahnhof und in Regionalbahntempo nach Trabi Stadt. Dort angekommen, verfrachtete man uns direkt in die bereitstehenden Busvehikel und schnurstracks Richtung Westsachsenstadion.
Das Spiel selber war ein Dahinplätschern der Güteklasse „Gähn“. Kaum gelungene Spielzüge oder Torraumszenen mit den dazugehörigen Chancen. Da fielen die Chemnitzer Demontagearbeiten an den maroden Traversen im Gästesektor schon mehr in die Optik. Allerdings auch in jene der Polizei. Diese zogen dann schon während des Spiels Leute, mittels Videobeweis, aus der Masse. Was schon zu manchem Gerangel und Groll führte.
Nach über einer Stunde Aufenthalt am Beobachtungspunkt der Vereinsbrauerei Greiz wurde befunden, das es langsam mal Zeit wird für das Wagnis der rutschligen Blanken der MüllHALDE. Wirklich wie Schmierseife! Ein halbwegs gestreuter Fußweg im Winter strahlt echt mehr Sicherheit aus, als dieser elende Kack! Nicht verwunderlich das ich bei unserem Führungstreffer durch Simon Tütting einen gepflegten Abgang machte und mich plötzlich auf Fußhöhe des Torjubels wieder fand. Abzüge in der B-Note inbegriffen. Jetzt wurde noch mal schön gesungen und gezündelt, bevor Herr Garbuschewski mit der Feierabenduhr den Arbeitstag zur ZweiNull- Zufriedenheit beendete. Paar Jüngere hatten unmittelbar nach dem Spiel auch noch ein Treffen mit Zwickauern in Stadionnähe…ebenfalls Sieg Chemnitz.
Doch der fragwürdige „Höhepunkt“ des Tages sollte uns erst noch erwarten. Beim Abwandern der Fans war schon eine eklatante Unentspanntheit der Sheriffs zu bemerken. Erneute Ingewahrsamnahmen, vereinzelt Pfeffer und dumme Sprüche. Das exekutive Sahnehäubchen dann allerdings am Zwickauer Hbf. Durch fehlende Absprache unter den Cops, durften die Insassen des zuletzt angekommen Shuttlebusses die Bahnhofshalle betreten. Dies war wohl aber nicht im Sinne des angestrebten Sicherheitskonzeptes ihres Einsatzes. Jetzt galt es diesen Fauxpas zu korrigieren. Nun schritten sie zur edlen Tat: Gerempel, Geschubse und beim kleinsten Anzeichen von Kritik kamen Argumente wie Handschuhe, Knüppel oder Gewürzspray. Im Tunnel zum Bahnsteig eskalierte es dann total. Da wurde alters-, geschlechts- und staturunabhängig auf alles eingedroschen was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen konnte. Widerstand, oder besser Notwehr, nur mit begrenzten Mitteln…Flaschen, Büchsen, Plexiglasscheiben flogen Richtung Provokateure…sogar unsere Fanbeauftragte wurde vermöbelt. Großes Tennis! Zur kleinen Veranschaulichung sei das folgende Bild und Video jedem nahe gelegt. Ich ende mit den „objektiven“ Worten des Polizeisprecher Marcus Schubert, da alles weitere aus meiner Feder eh der Freiwilligen Selbstzensur zum Opfer fallen würde:

“Als die Fans aufgefordert wurden, zum Zug zu gehen, flogen Flaschen. Dabei wurde unmittelbarer Zwang ausgeübt.”

Junges Mädchen wird bewußtlos weg geschleppt