Chemnitz
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VfB Germania Halberstadt : Chemnitzer FC (2:1)

30. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2006/2007
Friedensstadion, Halberstadt
Zuschauer: 2.528 (davon ca. 1000 aus Chemnitz)


Da ging sie also zu Ende, die erste Saison des FCK in der Oberliga. Auerbach, Meuselwitz, Eilenburg oder Pößneck hießen Nester gegen die man spielen mußte. Einzig alte Rivalen wie Halle, Chemie Leipzig und Zwickau stachen aus dieser Tristesse heraus. Chemnitz hatte in der Rückrunde eine Serie von Unentschieden hingelegt und Herbstmeister Dresden Nord verlor nach dem Namenswechsel zur Winterpause in Boreas Dresden so ziemlich jedes Spiel. Es waren die Amateure von Energie Cottbus welche die Gunst der Stunde nutzten und sich ganz oben festsetzten.
Mitte April dann hatte es beim Club den wohl fälligen Trainerwechsel gegeben. Urgestein Joachim Müller wurde durch Tino Vogel ersetzt und es wurde noch mal angegriffen. Man gewann in der Lausitz mit 1:0 und holte aus den nächsten fünf Spielen vier Siege und ein Remis.
Dann kam der letzte Spieltag. Der CFC hatte es zwar nicht mehr selber in der Hand, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Himmelblau musste im Harz unbedingt gewinnen und hoffen das Cottbus II in Pößneck verliert….dann würde man bei Punktgleichheit, aber besserer Tordifferenz, aufsteigen.
Den Abend davor verbrachte ich vorm heimischen TV Kasten um Zeuge des DFB Pokaltriumphes von Ex Chemnitz Trainer Hans Meyer zu werden. Seine Nürnberger schlugen den frisch gebackenen deutschen Meister VfB Stuttgart in der Verlängerung mit 3:2. Vielleicht ein Hauch von gutem Omen!?
Pfingstsonntagmorgen. Gegen halb 8 standen dann auch paar lokale Himmelblaue am Bahnhof und wir tuckerten nach Karl Marx City. Einige der Jungs waren so lange nicht mit dem Zug auswärts gefahren das sie sich schön mit Bierflaschen eingedeckt hatten. Dank des in den letzten Jahren modern gewordenen Glasbehältnis Verbotes „durften“ sie nun ihre Mitbringsel per Druckbetankung leeren. Auf der anderen Seite aber höchst sympathisch…denn Bier stehen ist lassen ist Blasphemie!!!
Mit Kumpel A. und M. verbrachte ich die an sich ereignislose Reise gen Norden. Erwähnung sollte aber eine Schlampe finden auf welche diese Bezeichnung aber voll und ganz zutraf. Zunächst laberte sie nur, aber ausschließlich nur Dünnes, machte 3 verschiedene Typen an, ließ sich bereitwillig an den Titten rumspielen, selbige durften auch mit Erlaubnis der Besitzerin fotografisch festgehalten werden und zum Schluß lud sie noch einige auf eine abendliche Gruppe ein. Wären hier die richtigen Leute mit dabei gewesen, hätte das Stück aber verdammt schnell ihre gossenartige Show bereut! Die Krönung war allerdings als ihr nen Suffi seine Pfeffi Ladung an die Schulter kotzte. Im Gespräch vertieft wischte sie das einfach mit der Pfote ab. Die bekommt den Ballon vollgereihert und macht null Anstalten!!! Applaus….
In Halberstadt wars dann ziemlich leicht sich der Polizeieskorte zu entziehen…allerdings im Endeffekt sinnlos, da es in dem Drecksdorf in Richtung Stadion und unmittelbarer Umgebung keine Kneipe gab. Am Sportplatz war zwar nen schickes Restaurant, doch heute für Fußballanhänger kein Zutritt. Toll! Bullenhitze und nix zum Durst löschen! Natürlich gabs im Stadion auch nur alkfreien Stoff, weil die Gewalthorden aus Chemnitz ja förmlich danach schreien das Spiel als „Risikospiel“ einzustufen. Was für ein Blödsinn!
Der Gästeblock mit weit über 1000 Club Fans ordentlich dicht und in hoffnungsvoller Erwartung. Mit Anpfiff allerdings kein druckvolles Spiel einer Mannschaft die unbedingt gewinnen muß. Konsequenz 1:0 für die Bauern in Minute 17. Der Planet ballerte ununterbrochen und der Wunsch nach einer kühlenden Wolke war fast so groß wie der nach dem Ausgleich. Selbigen erzielte Patrick De Napoli noch vorm Halbzeitpfiff. Im zweiten Abschnitt wurde die Feldüberlegenheit selten zu Brauchbarem verwertet. Im Gegenteil: Ballverlust, Konter…bumm 1:2 hinten! Ich kümmerte mich jetzt auch langsam nach einer Heimreisemöglichkeit per Auto. Ne Aufstiegsfeier heimzu im Zug ok…aber so wollte ich in der Hitze und bei der langsam abzusehenden Niederlage einfach nur nach Hause. Zum Schlusspfiff wussten aber alle, dass auch ein Sieg nix mehr gebracht hätte, da Cottbus seinen nötigen Punkt geholt hatte und somit aufgestiegen war. Das Ding wurde auch nicht in Halberstadt verrissen….sondern durch die ganzen Punktteilungen im Februar und März. Auf der anderen Seite hätte wohl jeder einen zweiten Platz zu Saisonbeginn für die junge Truppe bereitwillig unterschrieben.